Eberhofer-Krimi „Steckerlfischfiasko“ mitsamt Regisseur sorgt für volles Haus in Schömberg
von Ralf Recklies
Pforzheimer Zeitung
Schömberg. Der aus Calw stammende Regisseur Ed Herzog war im Kino Schömberg dabei.
Noch bevor der in Calw geborene Regisseur Ed Herzog am Wochenende bei Aufführungen seines Eberhofer-Krimis „Steckerlfischfiasko“ in Calw und Schömberg zugegen gewesen ist, hatte der Filmverleih Constantin Film stolz gemeldet, dass der zehnte Eberhofer-Krimi, der seit dem 13. August bundesweit über die Leinwände flimmert, in den ersten beiden Wochen mehr als eine Million Zuschauer hatte. Auch das von Florian Hammann geleitete Kurtheater in Schömberg mit seinen 153 Plätzen war am Samstagabend ausverkauft.
Eine kurzfristig angesetzte Zusatzveranstaltung am Spätnachmittag lockte weitere rund 80 Besucher in das Lichtspielhaus am Kurpark. Dieses ist Ed Herzog noch aus seiner Jugend bestens bekannt. Wie er im Gespräch mit „Mordkommission Calw“-Macher Armin Schnürle vor dem Film berichtete, ist er früher oft im Kurtheater gewesen, um in den Genuss der neuesten Filme zu kommen, „weil sie damals ein gutes Programm hatten“, so Herzog, der sofort ergänzte: „So wie heute auch.“ Er sei damals einfach absolut „filmsüchtig gewesen“. Auch Schnürle hat die Filmabende im Kurtheater noch in bester Erinnerung, als in vorderen Reihen – „anders als heute“ – nur Holzsitze vorhanden gewesen seien. Um da „bei einem Eintrittspreis von
drei Mark fünfzig“ rund vier Stunden bei der Aufführung des Filmepos Ben Hur sitzen zu bleiben, habe es schon großer Leidenschaft bedurft. Schnürles jüngster Film „Die Hesse-Verschwörung“, der Mitte August vor ausverkauften Rängen seine Premiere im Kloster Hirsau gefeiert hat, ist übrigens ab dem 15. September zunächst drei Mal im Kurtheater Schömberg zu sehen.
Als Filmemacher war Ed Herzog am Wochenende indes erstmals ins Kurtheater gekommen und wurde von den Besuchern für sein jüngstes Werk mit viel Beifall bedacht. Dass die Krimikomödie gefällt, machten die Stimmung im Kino deutlich. Immer wieder brachte der Streifen nach der Vorlage von Rita Falk das Publikum unvermittelt zum Lachen.
Dass nicht wenige der Kurtheater-Besucher zur großen Eberhofer-Fangemeinde gehören, wurde beim Gespräch mit dem Regisseur im Schömberger Kino am Ende der Abendvorstellung deutlich. Herzog war übrigens eher zufällig als Regisseur zu den Eberhofer-Krimis gekommen. Ein Kollege, der bereits die Zusage für die Regie des ersten, damals noch fürs Fernsehen produzierten Films hatte, hatte wegen eines anderen Projekts abgesagt. „Das ist mein Glück gewesen.“
Gut sechseinhalb Wochen Drehzeit, so Herzog, seien für die Produktion eines Eberhofer-Krimis nötig. Die machten mit dem Team trotz der vielen Arbeit auch „sehr viel Spaß“. Dabei sei es für ihn und die Darsteller immer sehr aufregend, ob man es schaffe, die Rollen wie angelegt umzusetzen. Was Herzog freut: Nachdem Rita-Falk als Autorin der Eberhofer-Krimis von der Verfilmung des „Rehragout-Rendezvous“ wenig angetan war, sei sie mit dem jetzigen Ergebnis wieder sehr zufrieden